|
Herbst auf zwei Brettern, zweiter Frühling
in Sicht
23.12.2006 -Vize-Olympiasieger Reinfried Herbst absolvierte
im Tiroler Mutters die ersten Slalom-Schwünge nach achtmonatiger
Verletzungspause. Ein herbstliches Comeback auf zwei Brettern
zur Eröffnung eines neuen Skiressorts mit Winterbeginn
also. Und es verlief wie erhofft und erwartet.
"Ein super geiles Gefühl"
"Alles gut gegangen, ein super geiles Gefühl",
bestätigt der Salzburger im Gespräch mit Sport1.
"Ich bin gleich wieder richtig heiß geworden."
Er zog nur ein paar Schwünge in den Schnee, quasi zur
Bestätigung der voranschreitenden Genesung. Herbst ist
bescherde- und schmerzfrei. "Ich bin im Plan", sagt
der 28-jährige Salzburger, der sich bei einem Benefiz-Kick
im Sommer einen Innenbandeinriss im Knie zugezogen hatte.
Freies Skifahren sei inzwischen kein Problem mehr, an harte
Trainingsbelastungen müsse er aber behutsam herangeführt
werden, warnt Herbst.
Privattrainer, selbst bezahlt
In den nächsten Wochen, über Weihnachten und Silvester,
stehen einzelne lockere Ski-Tage am Programm. "Ich taste
mich langsam heran." In der zweiten Jänner-Woche
beginnt das Aufbau- und Technik-Programm unter der Anleitung
seines Privattrainers Dietmar Thöni, den er übrigens
aus der eigenen Tasche bezahlen muss. Kein Problem für
Herbst. Er meint nur: "Das ist mir der Spaß wert,
weil ich weiß, dass das gut für mich ist. Außerdem
taugt es mir."
Herbst will einfach allein sein
Thöni dagegen konzentriert sich ausschließlich
auf Herbst, behütet seinen Schützling und weiß
wie kein anderer, was zu tun ist. Reinfried Herbst braucht
Ruhe und Abgeschiedenheit. "Um mich auf mich selbst konzentrieren
zu können. In dieser Phase will ich keine anderen Fahrer
um mich, auf die ich neidisch schaue, weil sie so gut sind",
erklärt der Salzburger. An seinen Plänen für
das Weltcup-Comeback habe sich nichts geändert: 25. Februar,
beim Slalom in Garmisch Partenkirchen. "Dabei sollte
es bleiben", hofft Herbst. Und weiter voraus will er
erst gar nicht denken. "Weil es nichts bringt und falsch
wäre", ein Reinfried Herbst "nur Schritt für
Schritt, das dafür konsequent", vorangehen will.
Michael Fruhmann/sport1.at
|