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Sensation perfekt: Kranker Herbst beim WC-Finale
04.03.2007 - "Mit einem zwölften Platz hätte
ich heute überhaupt nicht gerechnet", strahlte Reinfried
Herbst nach dem WC-Slalom in Kransjka Gora im Ziel. "Donnerstag
und Freitag lag ich noch krank im Bett. Gestern habe ich trainiert
und danach ging's mir richtig dreckig."
Vor diesem Hintergrund ist Reinfrieds zwölfter Platz
beim WC-Rennen in Kransjka Gora bemerkenswert. Vor dem ersten
Durchgang dachte der Salzburger an eine gesundheitliche Besserung,
doch "nach dem ersten Durchgang war ich ganz schlecht
beinander. Durch die Hitze spielte mein Kreislauf verrückt,
ich hatte überhaupt keine Kraft in den Beinen. Im zweiten
Durchgang konnte ich mich ab der Zwischenzeit nicht mehr konzentrieren,
nur der innere Schweinehund brachte mich ins Ziel. Keine optimalen
Voraussetzungen eigentlich für ein Spitzenergebnis. Deshalb
bin ich mit dem zwölften Platz mehr als zufrieden. Ich
hab das Maximum rausgeholt."
"Wahnsinn, dass ich beim WC-Finale dabei bin"
Nicht nur in- und ausländische Trainer staunten über
Reinfrieds Comeback. "Meine Trainer und internationale
Kollegen streuten mir heute Rosen. Gerade deshalb, weil ich
auf den Verletztenstatus verzichtet habe. Ende Jänner
bestritt ich nach der Verletzung mein erstes WC-Rennen, kam
jedes Mal bis auf einen Slalom in Kitzbühel unter die
Top-20 (11. in Schladming, 13. in Garmisch, 18. und 21. in
Kitzbühel, Anm.) und wurde wieder zur einer fixen Größe
im Slalomteam. Als Lohn für die harte Arbeit kann ich
beim WC-Finale in Lenzerheide am 17. März voll angreifen.
Darauf freue ich mich, denn heute und beim letzten Rennen
in Garmisch hatte ich großen Druck wegen der Weltcuppunkte.
Ich musste jeweils das Ziel unter den Top-15 erreichen und
hielt dem Druck stand."
Nach dem harten Renn-Wochenende wird sich Reinfried Herbst
in den nächsten Tagen auskurieren, danach "freue
ich mich auf den Endspurt in der Schweiz." Olympiamedaillengewinner
Reinfried Herbst wird in Lenzerheide als einziger Salzburger
Slalomfahrer am Start stehen.
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